Montag, 10. Oktober 2011

Öffentlich Kichern

Eine meiner besten Freundinnen und ich haben eine Tradition: Wir gehen regelmässig tratschen, Kaffee und Kakao geniessen und tauschen uns über unser Leben - und gaaaanz viele Bücher - aus.
Natürlich wundern einen einige Dinge am anderen, zum Beispiel die Tatsache, dass sie in ihrem Leben ohne Kaffee auskommt... *kicher*
Nun ja, es gibt auch so Kleinigkeiten, die zu unserer speziellen Tradition wurden... dass sie beispielsweise immer noch den selben sehr schrägen Witz erzählt, der mich auf Grund der Absurdität und der eigentlich recht seltsamen Pointecfrüher mal genervt hat - jedenfalls schafft sie es nach Jahren immer noch nicht, mir den Witz zu erzählen, ohne einen riesigen Lachanfall zu bekommen...
Nein, wirklich nicht, es beginnt schon mit der Einleitung und ich guckte jedesmal sehr interessiert, wie weit sie denn dieses Mal kommt *grinsel*
Aber eben, ohne diesen traditionellen Witz würde glatt was fehlen...
Hihi, es war heute sehr lustig, wirklich und ganz ehrlich gesagt, guckten die anderen Gäste zwischen amüsiert, irritiert und geschockt.
Besonders als eine halbernst gemeinte Frage aufkam, die zu einer Mangel an Atemluft führte, weil uns das Lachen schüttelte: Nämlich, ob eine Muslima denn nun ein Sparschwein haben darf*g*
(Sie ist Muslima.)

Apropos - wenn Du das hier liest - bin ich FROH, dass Du Dich damals in der Buchhändlerschule neben mich gesetzt hast, es würde wirklich ohne Dich was fehlen, meine Freundin!

Aber trotzdem: Lebe Deine Träume!

Montag, 3. Oktober 2011

Bücher sind...

Bücher sind geistiges Grundnahrungsmittel!

BASTA!

Aspekte dieser Aussage:
Ein Leben ohne sie ist für mich nicht möglich!
Abwechslung macht das Ganze schmackhaft!

Montag, 26. September 2011

Augen

Einander in die Augen blicken geschieht selten, den wir versuchen den anderen nicht herauszufordern.
Doch manchmal frage ich mich, ob wir die anderen im Alltag noch als Mensch, als Wesen wahrnehmen...?

Denn die Augen sprechen oft einzig wahr von Gefühlen, im Gegensatz zu hochgezogenen Mundwinkeln, die Fröhlichkeit spielen.

Sonntag, 11. September 2011

Wo warst Du...?

Wo war ich am 11.09.2001?

Nun ja, ich kam abends nach einem eigentlich ereignislosen Tag heim, hatte ihn in dem Keller, in dem das Buchantiquariat damals untergebracht war, verbracht, zwischen Sandstein, Schimmel und Büchern gearbeitet.... also ich kam heim in die Wohnung meiner Eltern, wo ich damals noch lebte und wurde aufgeregt im beleuchteten Gang noch mit den Schuhen an den Füssen bestürmt...
Das World-Trade-Center sei durch terroristische Angriffe zerstört worden...
Nein, zuerst habe ich nichts drauf gesagt, sondern fragte meinem Bruder nach einer Weile, ob er mich verarsche... befreite mich von den Schuhen, bekam es immer und immer wieder bestätigt, ging zum Fernseher, Nachrichtensendungen. Seltsam unbeteiligt starrte ich dann auf die Fernsehbilder, sah die Opfer und mir wurde langsam bewusst, welches Leid diese weissbestaubten Menschen wohl gerade durchmachten, mit dem Schrecken und dem Ausdruck von Fassungslosigkeit auf ihren Gesichtern.
Als wäre die Welt stehen geblieben.

Der Moment als mir bewusst wurde, was diese kleinen, dunklen Punkte, die aus den Fenstern stürzten, waren - Menschen, sterbende Menschen in ihren letzten Momenten, die vielleicht schiere Verzweiflung oder der Wunsch, wenigstens nicht zu verbrennen trieb...

Dann die Hinweise auf das Pentagon, dann die ersten Spekulationen um die eine auf dem Feld abgestürzte Maschine, deren Geschichte eines letzten Kampfes, um nicht als Waffe missbraucht zu werden, wie wir später erfuhren.

Es ist schreckliches Leid.
Es ist zu einem Symbol geworden.
Es ist zu einem Vorwand geworden, genau die Ideale der Freiheit einzuschränken, die man zu verteidigen vorgab.

Es war Hass, der die Welt für immer veränderte - Hass auf beiden Seiten.
Doch ist es nicht diese Schwarzweissmalerei, die die Welt wirklich beschreiben kann, denn es gibt so viele Grautöne dazwischen, genauso wie Farben, die verwirren können.

Dennoch weiss ich eines: Rechte haben alle Menschen!
Selbst der "Böse" hat sie und nichts macht Verfolgung, Folter und Mord in irgendeiner Hinsicht tolerierbar.
Weder den Kampf gegen den Terror, den Kampf gegen das imperialistische Amerika, kein Kreuzzug und kein Dschihad. Keine „gerechte“ Sache darf die wenigen Regeln, die es gibt, ausser Kraft setzen.

Die Instrumentalisierung von Leid sollte und eher nachdenklich machen und das genau hinsehen, aber auch Mitgefühl (nein, nicht herabwürdigendes oder bevormundendes Mitleid) wecken.

Wenn mich jemand fragt, was mich wirklich erschüttert hat... Nun, mich hat die hämische Freude von einem Bekannten und damaligen Arbeitskollegen (kein Moslem!) im Angesicht der Anschläge schockiert, dass es "denen" ja recht geschehen sei und sie es verdient hätten...
Nein, niemand hat so etwas verdient!
Kein Mensch.
…und es stellt sich nicht einmal die Frage, ob es denn gute oder schlechte Menschen waren.
Es waren Menschen.
Menschen wie wir, die zur Arbeit gingen.
Menschen, deren Liebsten zu Hause warteten.
Menschen, die versuchten andere zu retten.
Menschen, die versuchten Profit zu machen.
Grossverdiener, kleine Angestellte, Künstler, Touristen...
Es ist doch letztlich egal, es waren Menschen!

Und daran, dass wir alle Menschen mit gleichen Rechten sind, darf niemand deuteln - und dass die Freiheit eben auch nur soweit geht, dass bis sie die Freiheit bzw. die Integrität eines anderen einschränkt.
Schutz ist wichtig.
Verhinderung von Straftaten auch.
Doch das Recht frei zu sein, ohne dass Vorurteile und Angehörigkeit zu einer Volksgruppe schuldig sprechen, das bleibt bestehen.
Nicht scheinbare Sicherheit auf Kosten der Freiheit!

Auch daran denke ich heute.
Daran, dass ich am nächsten Tag zu spät zur Sitzung kam.
Daran, dass der Alltag scheinbar weiterging, obwohl man sich der Tragweite langsam bewusst wurde.
An Deklarationen, die ein Ideal formulieren, auf das wir uns zubewegen sollten.
Nein, ich bin kein Optimist, nur zu realistisch, um aufzugeben.

Bewegung…

fasziniert mich…

So viele Aspekte…

Bewegungsmedizin
Aktive Meditation
In die Gänge kommen

Freude an Geschmeidigkeit
Veränderung
Erweiterung der Möglichkeiten

Sich und anderen begegnen

Bionik
wenn Technik von der Natur abschaut, um sich zu optimieren oder neue Ansätze zu generieren

Hilfsmittel
Öffentlicher Verkehr
Auto als transportables Daheim

Mittel zum Zweck
Selbstzweck

Vorwärts… rückwärts
Im Kreis
Über Umwege zu sich selbst

schaffen

Gegensätze, bzw. Eigenschaften, die sich ergänzen und Dinge möglich machen.
Ideen geben und organisieren können, die ein Projekt zur Realisierung bringen (Merci N. !)
Es ist ein tolles Gefühl, dabei zusehen zu können, dass es weitergegangen ist und dass es ab nächsten Monat konkret wird.
Wären wir hier nicht einmal wieder beim Begriff der Synthese?
Der im weitesten Sinn auch als ein Zusammentreffen und Austauschen und gegenseitiges Befruchten (im übertragenen Sinn) verstanden werden kann?
Hach, welch herrlich Gefühl!

Kleiderwerbung

In Zeitschriften und Plakaten werden und sehr oft Kleider präsentiert, viel mehr als die blosse Stück Stoff wird da beworben, ein Lebensgefühl transportiert: Du bist cool, lebst frei oder bist so sexy, Hippie, Fashionvictim (dieses unmögliche Wort hab ich ja zum Glück schon öfters nicht mehr gehört).
Aber müssen wir denn unbedingt diese Dinge besitzen?
Brauchen wir das Materielle um es zu leben, was in uns wachsen kann – wieso leben wir dieses Gefühl nicht einfach?
Damit es eben mehr als eine Hülle zu tragen ist, eine Maske, in die wir schlüpfen.
Ja, Verkleidungen helfen Aspekte zu entdecken und auszuleben, nur sollten wir besser selbst aussuchen, welche Masken wir tragen und uns fragen, was es denn genau ist, was wir durch Kleidung ausdrücken wollen.
Denn wir schaffen uns auch immer wieder selbst.
Aus uns, durch uns - nicht durch Firmenlogos.

Donnerstag, 1. September 2011

ABC (II)

A= antiquariatsverliebt
(auch lesbar als -> Liebe Buchantiquariate über alles … siehe Punkt B *ggg*)

B= buchsüchtig

C= charmant-nervtötend-chaotisch

D= da

E= experimentierfreudig, eigensinnig

F= frei
(Ewig suchend und definierend, was denn nun diese Freiheit sei… der Segen und Fluch…)

G= grenzen-brauchend
(auch lesbar als -> diese immer wieder neu definierend, um in ihnen zu wachsen)

H= „heidnisch“
(auch lesbar als -> naturreligiös bis panentheistisch… oder auch nur pantheistisch ;)

I= individuell

J= jammernd

K= kritisch

L= liebend

M= mystizistisch
(auch lesbar als -> ich tu mal so, als würde ich verstehen, was mich an Mystik fasziniert)

N= naiv

O= offen

P= preisgebend

Q= quasselnd

R= reflektierend
(Versuch!)

S= sinnlich
(auch lesbar als -> durch Sinne lernend…)

T= tierisch
(der Mensch ist nichts als ein Tier, aber Tier sein ist nichts negatives, sondern facettenreich)

U= überkritisch

V= völlig meschugge
(auch lesbar als -> aus dem Alltag ver-rückt)

W= weiten-ergründen
(auch lesbar als -> jenseits manch bekannter Grenze suchend…)

X= xanthippisierend
(Xanthippe ermöglichte Sokrates ja erst das Denken so richtig in dem sie den Alltag für ihn möglich machte - hm, eigentlich bräuchte ICH eine!)

Y= young
(auch lesbar als -> young at heart; auch lesbar als -> ich werde älter, aber das passiert nur den schon Verstorbenen nicht mehr…)

Z= zeichnend
(auch lesbar als -> besseres Gekritzel produzierend)

Randbemerkung zur Philosophie - oder: Mischmasch

Nein, ich habe nicht studiert und so gerne ich manchmal auch Germanistik und/oder Philosophie studieren möchte, ich kann es mir einfach aufgrund der Ressourcen nicht leisten.
(Ganz allgemein, wenn mein Lebensunterhalt gesichert wäre, eben das Materielle, ich wüsste sehr wohl einiges mit mir und der Zeit anzufangen. [*])
Dennoch glaube ich, dass man in der persönlichen Weiterbildung, im Suchen nach Antworten, in dem Glück manches zu finden, das einen zu präziseren Fragen bringt, die etwas mehr verstehen lassen, nun, ich glaube, dass wir Liebende von Wissen, Suchende nach Weisheit sind und das sehr wohl das eigene, wenn auch unsystematische Studium einen weiterbringt.
Autodidakt bin ich auch nicht, ich habe eine gute Allgemeinbildung mitbekommen, wofür ich der Schule und der Familie und vielen Autoren sehr dankbar bin. Zudem sehe ich in diesem wahrhaftigen Autodidakten jemanden, den ich wesentlich mehr achte als einen unreflektiert Studierenden.
Denn dieser Begriff, der Reflektion, des Versuchs zu verstehen, was einem Sinne und Erlebnisse mitgeben, was man fühlt und denkt, dies ist für mich elementar.
Ein Element, auf dem so vieles fusst, eine Basis für mein Leben und eine Art universelle Frage, mit der ich zu verstehen versuche. Das ich in vielen Bereichen für mich „anwende“.
Reflektion kann das Mitgefühl für andere stärken, macht einem die Menschlichkeit bewusster und dieses Allzumenschliche, die „Fehler“, die wir haben.
Kommt das Herz dazu, werden wir vielleicht auch bei anderen nachsichtiger.
Mag sein, dass diese Definition unwissenschaftlich oder gar falsch ist… sie ist wahrscheinlich nur aus dem Hintergrund der durch mein Leben entstandenen Denkmuster zu verstehen, eben diese individuelle Sprache, die wir doch alle Entwickeln, je nachdem in welchen Kreisen wir uns bewegt haben, welchen Fachjargon wir gewöhnt sind, mit wem wir geredet haben (Student oder Zenmönch können – aber müssen nicht – sich sehr unterschiedlich ausdrücken.
Zudem habe ich von herzensweisen [**] Menschen, die sich einfach ausdrücken, manchmal mehr gelernt und mehr an Verständnis gelernt.
Es sind eben diese Flüge des Geistes, die so wichtig für mich sind, reine Gedankenritte wie mystische Erfahrungen.

Aber ganz grundsätzlich, das was ich produziere ist nicht so ausgereift und ausgearbeitet, daher würde ich auch wirklich nie den Begriff Philosophie dafür verwenden, das wäre schlichte Anmassung. Dafür habe ich vor den Denkern zu grossen Respekt.


[*] Arbeit und etwas zu schaffen ist eben mehr als die blosse Erwerbsarbeit. Allerdings müssen eben Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Kleidung, Obdach zuerst einmal erfüllt sein.
(Und ja, einige wie Diogenes haben es anders gesehen, deswegen finde ich ihn auch sehr krass, bei einer gewissen Bewunderung – ganz ehrlich gesagt ist für mich Sokrates immer noch einer der wichtigsten antiken Denkern, auch wenn seine Lehren ja nur in den Schriften seiner Schüler überliefert finden.

[**] Weisheit ist für mich etwas so viel grösseres als Wissen, denn sie hat mit Verstehen und Verständnis zu tun, hier sind Wörter nicht so wichtig, sie sind nur Hülsen, etwas auszudrücken.
Herzensweise beruht eben teils – für mich – auf dem Begriff der Herzensbildung.
Einer Bildung, die aus der Tiefe, dem Individuum selbst kommt, dem eine intellektuelle Karriere vielleicht verwehrt war, aber um so mehr verstehen kann.
Vielleicht aus der Erfahrung eines Lebens.
Aus dem Bewusst-sein.

gefunden bei... Immanuel Kant

Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit… Selbst verschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschliessung und des Mutes liegt… Sapere aude! Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen!

Immanuel Kant

Ein Zitat und ein guter Ansporn, selbst wenn meine Neigung zu Metaphysik manchmal gerade Kants klarer Hervorhebung des Verstandes widersprechen mag. Für sich hatte er ja die Metaphysik nach einem anfänglichen Ringen abgelehnt.

Montag, 15. August 2011

Duden und die Schlieren (und Farben)

Kleines Detail am Rande, ich gebe nur unvollkommen Gehörtes wieder, was mir leid tut...

Konrad Duden wurde Ende des 19. Jahrhunderts die kreative Vielfalt der deutschen Rechtschreibung zuviel, zu unklar war sie und es war ihm ein Anliegen, eine klare Regelung zu finden.
Er sammelte also klare Angaben in einem Nachschlagewerk, unter seinem Namen ist auch heute noch in unseren Bücherregalen, auf CD-Roms, im Internet und handlichen Immer-Dabei-Sei-Elektronik-Dingern zu finden - eben der sprichwörtliche Duden.
Das Ganze ist in zwölf Bänden und x Auflagen zu finden, gerade in den letzten Jahren, nachdem ordentlich rechtschreibreformiert wird und die Menschen endgültig verwirrt sind.
Vor allem wird es für die Kinder immer schwieriger, denn nun genau zu wissen, wie man den schreibt, wie man es lernt und mancher Hausaufgabenhelfer mag sich das Haar raufen.

Jedenfalls sitz ich hier, hab da Eindrücke und Gedanken über Wissen zusammen gefasst, fand diesen wunderbaren Titel - Schlieren - der dieses schwer in Wörter zu pressende Kribbeln beschreibt... ganz verzweifelt plötzlich, weil ich nun vollkommen verunsichert war, wie es denn nun geschrieben wird - und es war grad nichts greifbar, das mir Sicherheit bei diesen Schlieren gab.
Denn mich wurmt es, dass meine Rechtschreibung immer schlechter wird, je mehr ich mich damit befasse, je mehr Möglichkeiten ich habe, mich schlau zu machen.

Ist Schlieren nun das richtige Wort, für dieses Phänomen am Fenster, wenn Regen über die Scheibe läuft und sich immer neue Bahnen sucht und sich gar das Licht in Farben spaltet, wenn sich die Sonne zwischen den Wolken hervortraut? Eben dieses Ding, wenn die Sicht zugleich klarer wird und sich verschwommen zeigt, weil durch den Film, die Schlieren, plötzlich alles anders aussieht, neu, unsere Faszination gewinnt...
Oder ist Schlieren denn nun ein Ort, dessen Name ich auf Zugreisen zu oft weiss auf blau gesehen habe und nun nicht mehr weiss, wie es richtig heisst und geschrieben stehen sollte?

Keine Ahnung, doch mir kommt es vor, dass Wissen Inspiration ist, die solchen Schlieren gleicht, zart und vergänglich und als scheinbar ewiger Moment, der die Farben des Regenbogens hervorbringt, die uns die Wissenschaft mit Lichtbrechung beschreibt und uns ein ganzes Spektrum eröffnet.

Trotzdem sind Schlieren von Öl in Pfützen doch ein staunenswerter Anblick, der uns an so vieles erinnern kann.
Oder ein verzaubertes Fenster, oder hauchfein kaum Greifbares.

- und nein, ich bin nicht besoffen, ich habe mich nur der Philosophie und Hannah Arendt im Speziellen gewidmet und bin trunken von neuen Horizonten!

Schlieren

ein sanfter Kuss
auf blanker Stirn
ist Wissen als Geschenk,
das weite Welten eröffnet
es hinter geschlossenen Augen
sehend kribbeln lässt
um einen selbst neu zu gebären
und Herz zum Verstand fügt
Und träumend Weisheit bringt

Freitag, 12. August 2011

Das Ding mit der Liebe

Meine Umgebung habe ich ja damit genervt, wie sehr ich mich verliebt hatte, genoss einige gestohlene Stunden mit ihm, fand es nicht so passend.
Dennoch, es lässt sich nicht kontrollieren, dieses Gefühl.
Kitschig-romantisch wie ich bin, finde ich aber immer noch, dass Liebe ohne Bedingung sein sollte.
Weswegen ich mich sehr für ihn freue, dass er jetzt eine neue Liebe gefunden hat.

Randbemerkung

Ja, auch wenn ich erst in den Dreissigern bin, staune ich darüber, wieviele Erkenntnisse sich im Laufe der Zeit geändert haben, welche Veränderungen ich gesehen habe, wie sehr sich die Welt gewandelt hat.
Zugleich bin ich mir der ganzen Hoffnungen, die beispielsweise mit dem Fall der Mauer, die Hoffnung auf eine bessere, gerechte Welt verbunden waren.
Wie schrecklich war auch die Ernüchterung von mir Teenager, als sich abzeichnete, dass es eben kein Happy-End sein würde, sondern dass es nur unter anderen Vorzeichen mit vielen ähnlichen Fehlern und Allzumenschlichem weitergehen würde.
Und trotzdem, immer noch, jeden Tag, lohnt es sich, wieder einmal zu kämpfen, zumindest für die eigenen Rechte und die Rechte anderer Menschen einzustehen.
Denn wohin kämen wir, dass wir unsere Teil-Freiheit aufgeben - aus Faulheit oder Bequemlichkeit? - während andere ihr Leben im Kampf für Freiheit (bzw. alleine für die Hoffnung auf Freiheit) lassen.
Nur eben, jetzt im Angesicht der "arabischen" Revolutionen zeigt sich wieder, dass nicht heute auf morgen ein Paradies auf Erden anbricht, Gerechtigkeit und Nahrung für alle wachsen.
Einfach, weil das Leben nicht schwarz-weiss ist.

Aber versprochen, ich hör jetzt auf, ich predige ja schon wieder.

Antworten

Immer wieder glauben wir, dass wir jetzt endlich und endgültig die Welt, den Kosmos erklären können. Die Zusammenhänge mit den neusten Erkenntnissen, den neusten religiösen Schriften, den neusten politischen Theorien verstehen, ja, höchstens nur noch ein Detail fehlt...
Plötzlich, einige Jahre später das grosse Erstaunen, wenn plötzlich etwas Neues scheinbar Gewusstes in neues Licht rückt.
Dinge eben plötzlich ganz anders aussehen kann, erweiterte oder andere Zusammenhänge hergestellt werden.
Auch das ist wohl etwas, das sich nie ändert, mit neuen Techniken, neuem Wissen, entstehen neue Fragen - das ist auch gut so, denn wohin kämen wir, wenn wir nicht mehr Staunen würden?

Allerdings bedeutet dies nicht, dass deswegen Ethik beiseite gelassen werden kann, denn dies ist immer auch wichtig, dass eben die Theorien mit der realen Welt verbunden sind und sie ja für immer verändern können. Denn viele kleine Bereiche bilden ein grosses Ganzes, ein Gleichgewicht, das respektiert werden sollte.

Nicht um neue Antworten und Formulierungen zu verhindern, sondern es zu ermöglichen.

Sonntag, 7. August 2011

Wort

Heute bin ich einem neuen Wort mit dem Zusammenhang einer wunderbaren Dokumentation über die Ursprünge unserer Galaxis: Filament.
Filamente sind die Netzstruktur, die verschiedene Galaxien zu Galaxienhaufen verbinden. Ein Gebilde von kaum vorstellen Ausmassen bildet.
Dunkle Materie spielt dabei wahrscheinlich eine grosse Rolle.

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