Leben und Pseudophilosophie

Mittwoch, 13. August 2008

Ferien machen I

Himmel (und Erde), waren diese Tage zu Ende des letzten und zu Anfang dieses Monats schön, ich reiste ziemlich in der Schweiz rum und habe erst wieder gemerkt, welch traumhafte Ecken es hat.
Als ich dann aus dem Zugfenster sah, waren da diese unglaublichen Farben, intensives Grün, besonders wenn dieses seltsam goldene, traumhaft intensive Licht durch eine dunkel-grau-schwarze Wolkendecke Bäume, Felder, Hecken, Strassen, Gärten, Hügel, ja auch eine Menge Menschenwerk in Beton küsst, erstrahlen lässt, sehr klar und satt leuchten lässt... diese Momente waren für mich wieder eine Rückbesinnung, Momente in denen ich mich wieder einmal verwurzelt habe, in dieser Schönheit vor der Haustür - Ok, gilt nicht gerade für diesen vielen Beton und die Zersiedlung. Das nimmt der Sache aber den Zauber nicht, es war ein wenig ein Heimkommen, weil ich irgendwie in all dem Stress und funktionieren diesen Zauber der Natur vergessen habe... Es fiel mir dann ein Stein, einige Steine vom Herzen und ich konnte viel freier Atmen und das Licht breitete sich in mir aus.

Auftanken, Atmen, wieder bei mir sein, ganz in mir sein

Davon zehre ich wieder und ja, eine ganz eigene, sanfte Kraft wie Balsam hatten für mich auch diese Regentage, die hinter uns liegen. Es war in diesem steten Regen und dem Geräusch ein solcher Friede, die Welt wirkte geheimnisvoll, als könne in diesem Grau und Zwielicht ein Schritt schon in eine ander(s)Welt führen.

Lächeln, den Moment geniessen, loslassen, spüren, geborgen sein

Dienstag, 29. Juli 2008

Zeit

...vergeht, in der Hitze scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Das kann wirklich herrlich sein, sofern man nichts tun muss, sich dafür dem Moment hingeben kann. Es geniessen kann, dass die Muskeln sich entspannen, das ein kühler Hauch die feuchte Haut küsst und man das Gefühl hat, dass selbst die Bewegungen fliessen.

Da es ja heisst, dass der Moment die Ewigkeit enthält, also Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, somit ist das Verweilen im Moment alle Zeit, also wenn man sich alle Zeit der Welt lässt, hat man auch alle Zeit der Welt...

Hier höre ich aber auf mit schreibseln, sonst noch mehr komisches raus.

Mittwoch, 16. Juli 2008

...

Ich höre meinen Gedanken zu, lese von mir Geschriebenes und begegne immer wieder dem Begriff Stillstand... die Suche nach dem Gegenteil

Sehnsucht nach einem Fortschritt
nach Dynamik statt Stillstand
damit Leben möglich ist

Wo bleibt dabei das Ausruhen?

Also, umsehen, weitergehen...
oder so...

Dienstag, 15. Juli 2008

... - oder: das Zwischen-den-Worten

Liebe ist ohne Bedingung, sie ist. Für sich.
Wenn ich jetzt auch noch wunderschön sage, wird es endgültig kitschig. Daher lasse ich es, Phrasen zu dreschen. Dennoch bleibt mir eines zu sagen: Das Gefühl selbst hat seine Berechtigung, auch wenn es auf keine Beziehung hinaus läuft.
Sie ist, ohne Bedingung.
Nicht zu fühlen wäre schrecklich leer.

(Und ja, vielleicht schreibt man so etwas nur im Liebeskummer. Trotzdem versuche ich mich selbst auch immer wieder daran zu erinnern. Trotz schmerzlicher Gefühle, liegt doch dahinter etwas… etwas das kein Wort beschreiben kann. Um Kitsch zu vermeiden stoppe ich hier.)

Sonntag, 13. Juli 2008

Erinnerungen

Ich bin gerade schrecklich nostalgisch… ich entsinne mich an alte Freunde, intensive Gespräche. Es war so schön, ein scheinbar so friedvoller Raum, in dem alles besser schien. Dieses altmodische „früher war es so toll“ bietet sich an. Manchmal möchte man dorthin zurück, an jenem Fleck und in diesem Zustand weitermachen.
Das geht nicht, was ist auch gut so, denn es wäre nur Stillstand. Vielmehr sollte man das Gute und das, wie es so schön heisst, Befruchtende, mitnehmen und wieder in das eigene Leben integrieren.
Jetzt eine gute Zeit haben.

Freitag, 14. Dezember 2007

Aspekte

Ein besonderer Tag – der 13. Dezember –der für mich eigentlich schon immer in Verbindung mit Luzia, der Göttin des Lichts steht.
Licht, das auch für Erkenntnis steht, für das Verstehen, für Wissen und daraus folgende Weisheit.
Es gibt hier viele Bedeutungen, viele Aspekte, die auch berücksichtigt werden können, dürfen, ja auch sollen.

So war der heutige Tag erfüllt vom Thema Wissen, hier in der Schweiz die Bundesratswahlen, bzw. die Annahme der gestrigen Wahl durch Eveline Widmer-Schlumpf. Es war ein ganzer Wahlkrimi, vieles an Verschwörungen und Theorien erfährt man nicht, aber immer wieder tauchen neue Aspekte auf, die interessante Blickwinkel eröffnen. Dazu werde ich vielleicht noch mehr schreiben.
Das wirklich interessante waren für die Reflexionen, die ich für mich alleine gemacht habe, die die Lektüre von Zeitungen und Internetberichten brachte, die vielen hochinteressanten Diskussionen, die halfen die Gesamtsituation ein wenig besser zu verstehen.

Andererseits habe ich heute den ganzen Tag Gedankengänge rund um Verstehen, erleben, Erfahrungen und Reflexion, über Grenzen, deren Macht wie beschränkende Kraft, die fördern und zerstören kann nachgedacht.
Genauso spielten für mich gewisse innere Meditationen zu Luzia eine Rolle, wie viele Jahre ich mich eigentlich mit ihr beschäftige, immer wieder Neues finde, geborgen bin… So seltsam manchen ein System verschiedener Gottheiten erscheinen mag. Konzepte, die eben auch verschieden verstanden werden können, die für mich freilich nicht nur den Geist einschliessen, sondern eben auch Seele und Geist, ganz verschiedene Erlebniswelten, wie wir vielleicht meinen, die doch zusammen erst ein ausgeglichenes Bild ergeben.
Ein Gleichgewicht aus Drei Aspekten, deren Übergänge auch sehr fliessend sein können.

Per Zufall schaltete ich dann noch in die Sendung von Maybrit Illner, in der sie mit vier Gästen diskutierte. Das Thema der Sendung war „Ich bin dann mal gläubig…“ und der (laut ZDF) „Entertainer und Buchautor Hape Kerkeling, dem Theologen und Pädagogen Bernhard Bueb, dem Fraktionschef der Linken Gregor Gysi und der Kirchenkritikerin Uta Ranke-Heinemann“ waren eingeladen. Dieses Gespräch war herausragend, sich gegenseitig befruchtend, in einen Dialog tretend. Ein echter Genuss, der den Geist beflügelte, aber eben auch und gerade um Ethik und den Menschen und das, was den Menschen ausmacht, drehte. Es war ein Genuss, im positiven Sinne gemeint: Es war ein Rausch! (Ohne Kater, höchstens Schlafmangel, hihi)

Es bestätigte eben auch wieder einmal meine Sicht, dass weder Glaube noch Religion und erst recht nicht Kirche dasselbe sind. Damit meine ich, bzw. vielmehr wurde mir gelehrt, um dann selber zu denken, dass keine Institution den Menschen vorschreiben darf, was geglaubt werden soll. Sondern dass jedeR selbst auf die Suche gehen sollte, eigene Antworten finden sollte.
Leider ist das jetzt alles etwas arg abgekürzt, das Bett schreit jetzt aber so laut nach mir, dass ich mich mal dahin verziehe. ;)

Fazit des Tages: Viele Aspekte des Ganzen geben das Gesamtbild.
(banal, aber sehr wahr)

Dienstag, 4. Dezember 2007

alles sein

Lustig, an manchen Tagen komme ich mir einfach nur alt vor als hätte ich hundert Jahre gelebt, am nächsten möchte ich eigentlich nur Kind sein, hopse vielleicht sogar singend durch die Gegend. Seltsamerweise verändert sich dieser Wechsel des Gefühl nicht so sehr im Laufe der Zeit, man glaubt es eigentlich nur. Da hatte man schon mit sieben das Gefühl, die Welt zu verstehen und irgendwie ein klein bisschen Abstand zu haben und drüber zu stehen, um dann eben wieder herumzutollen. Diese Phasen intensiven Nachdenkens und dann wieder intensiven Lebens, einfach Freude zu spüren.
Es ist spannend, das Leben so in dieser Bewegung zu sehen, wunderbar eigentlich, auch wenn es manchmal doch ganz anstrengend ist.
Dennoch kann man sich wenigstens darauf verlassen, dass der Wandel bleibt... hihi.

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