Per Zu-Fall stolperte ich über dieses Zitat und es brannte sich mir richtig ins Hirn, weil es grad zu meiner Situation passt wie die Faust aufs Auge und eben in verschiedener Hinsicht ausgelegt werden kann:
"Und dennoch, wahrlich: Vernunft und Liebe gehen dieser Tage gern getrennte Wege."
William Shakespeare
Ein Sommernachtstraum
Dritter Akt, Erste Szene
Eulenfluege - 19. Jun, 16:11
mich hat's erwischt.
Nö, nicht Schweinegrippe oder so was in der Art.
Schlimmer.
Zumindest fühlt es sich so an.
Man stelle sich vor,
TROMMELWIRBEL
ich bin verliebt *grummel*
*kopfundschulternhängenlass*
Wie immer ist es kompliziert, wie meistens will er nix und dummerweise bekomme ich den doch tatsächlich einfach nicht aus dem Kopf *gegenmeinerübeschlag*
Da frag ich mich wirklich, muss denn das jetzt unbedingt sein?
Vor allem weil er ja sowohl unerreichbar wie nicht interessiert zu sein scheint.
Dennoch vertrete ich immer noch die These, dass es ganz gut ist, das nicht steuern zu können, Gefühle sind wichtig, geben uns Kraft, bringen uns weiter.
Mensch, dann werd ich ja wirklich sehr weit kommen, wie es aussieht...
Liebe an sich genügt, sie fordert nicht... vielleicht hätte ich das etwas weniger laut ins Universum rufen sollen oder so.
Von meinen eigenen Ansichten geschlagen.
Trotzdem bleibt ich bei einer Menge Thesen:
Die echte Liebe fordert nicht. (auch Verliebtsein - zu mehr gehören zwei, die was wollen)
Ich suche mir komplizierte Situationen aus.
Ich bin kompliziert.
Ich finde Diskussionen sexy. (aber keine darüber, dass der andere auch zu wollen hat; egal in welche Richtung das gesagt werden würde)
Entweder - oft wenn ich lieb zu mir bin - sind die Männer, die ich mir aussuche, besetzt, nicht interessiert oder haben einen Knall.
Aus dem ganzen Stuss hier lässt sich etwas folgern, ICH sollte mich mal etwas mehr um mich kümmern.
Oder anders gesagt, von welchem Selbstbewusstsein soll ich denn so wenig haben, ich hab gar keins.
Haha.
(Bin dabei gaaaanz viel anzuschaffen.)
Eulenfluege - 17. Jun, 20:48
mal wieder so eine Art Bestandesaufnahme
Hm, ob das in meiner grad nicht so guten Stimmung wohl positiv rauskommen kann?
Ich bin...
eigensinnig,
eigene Wege ... eigene Definitionen ... eigene Worte suchend,
zitierend,
frustriert,
hoffnungsvoll,
in meinen halbbewussten Hoffnungen enttäuscht,
trotzdem liebend,
manchmal in einem dunklen Loch sitzend,
Licht suchend,
(zu)nachgiebig,
lebendig,
nachhakend,
aufs Bauchgefühl hörend,
Herzen schützend,
zumindest den Versuch wagend,
Gedanken wälzend,
pseudointellektuell,
mehr wissen mögend,
manchmal saublöd,
schmerzerfüllt,
freudig,
bang
... und müde, also geh ich jetzt ins Bett.
Keine Selbstreflexion für heut (mehr)
Eulenfluege - 16. Jun, 00:47
... und wie sie das sein können!
Mir geht das besonders mit den Büchern von Terry Pratchett so. Für mich wirken die wie Antidepressiva, reissen mich aus einem Loch, wenn es mir schlecht geht. Vielleicht weil sie gerade den Blick auf das Allzumenschliche lenken, das immer mit viel Liebe, Nachsicht und einem Augenzwinkern.
Das Richtige um zu schmökern und diese besondere unnachahmliche Stimmung zu geniessen, die dicht und etwas melancholisch ist... also, eigentlich kann ich das grad nicht wirklich beschreiben, was sie sind, weil die schwarzhumorigen, trockenen, bildgewaltigen, lebensweisen, fantasy-kundigen-und-auf-die-Schippe-nehmenden Bücher eben in keiner Weise beschreibbar sind.
Momentan lese ich übrigens grad "Schöne Scheine".
(Making Money auf Englisch)
Zum zweiten Mal übrigens.
Ich weiss warum.
Wisst ihr es nicht - findet es raus ;)
Eulenfluege - 16. Jun, 00:32
Wunderbare Gespräche, gemeinsame Interessen, schöner Abend... tja, aber dem Beuteschema entspricht frau doch nicht.
Ehrlichkeit tut gut, aber manchmal verflucht weh.
Dafür wohl weniger lang?
?
?
...
:(
Eulenfluege - 16. Jun, 00:27
Also da es im Allgemeinen ein grad riesig boomendes Genre ist, habe ich eine Unmenge Vampirbücher gelesen.
Romantische, lustige, doofe, erotische, wirklich EWIG liebende, schaudrige, die mich nicht schlafen liessen...
positiverweise habe ich da eine passende Ausrede, ich muss nämlich. Hihi.
Eine Autorin mag ich besonders: Kim Harrison.
(Mit vom besten Zeugs mit Beisserchen!)
Die Amerikanerin schreibt eine mittlerweile zu fünf Bänden angewachsene Reihe rund um Vampire, Hexen, Tiermenschen, Pixies, Fairies und einiger Völker mehr - das dazu noch absolut genial. (Ich meine wirklich absolut genial! - man/frau/mensch betrachte den Satzzeichen Ge- und Missbrauch!) Die Romane sind eine Mischung aus Krimis, Selbstfindung, dem richtigen Schuss Mystik, Leben samt eben "normaler" Probleme wie doofe Beziehungen, nicht so ganz dem Schönheitsideal zu entsprechen, ein Sturkopf zu sein... einfach wunderbar sperrige Charaktere, die einem ans Herz wachsen. Eben lebendige. Die Geschichten sind auch nicht grad ohne, vor allem ohne übertriebene Romantik, sondern echtem Gefühl.
Nicht missverstehen, Romantik ist was tolles... in der richtigen Dosis... und manche Bücher grad, tja, die haben mir schon etwas zuviel, besonders wenn die Hauptfigur nicht mehr alleine leben kann und möchte, sich selbst nur in Liebe verwirklichen will. OK, Vampire sind toll, dunkel, erotisch und abhängig machend... trotzdem ist Hörigkeit nichts erstrebenswertes wie die werte Bella das macht (oh, das ist die in diesen komischen Bis(s)-Bücher.)
Ich finde da Rachel Morgan aus der Blut...-Reihe VIIIIIIEL besser, vorbildhafter (weil sie keins sein will) mit ihrer Vorliebe für Gefahr und ihrer Fähigkeit sich selber aus den gefährlichen Situationen, in die sie sich als Detektivin begibt, rauszukämpfen. Hey, die Frau lebt! Und kann Zaubertränke brauen (ist ja eine Hexe und eine sehr interessante! übrigens ist sehr spannend, woher die in der Geschichte der alternativen Welt da stammen, steht in den Büchern, hihi) und schiessen kann sie auch, gut sogar.
Ich mag sie. verdammt sehr und freue mich, den heute erschienenen fünften Band fertig zu lesen.
1. Band:
Blutspur (Dead Witch Walking)
ISBN 978-3-453-43223-9
oder die günstigere Sonderausgabe
ISBN 978-3-453-72268-2
2. Band:
Blutspiel (The Good, the Bad, and the Undead)
ISBN 978-3-453-43304-5
3. Band:
Blutjagd (Every Witch Way but Dead)
ISBN 978-3-453-53279-1
4. Band:
Blutpakt (A Fistful of Charms)
ISBN 978-3-453-53290-8
5. Band:
Blutlied (For a Few Demons more)
ISBN 978-3-453-52472-1
Der Humor der Autorin - und ich sass da manches Mal lachend im Zug - zeigt sich alleine an den Originaltiteln; abgeänderte Filmnamen.
(Lest die Bücher, lest sie, lest sie!!!
Sie sind toooohooollllllllllllllllllllllllll!
uuuuuuuuuuuuuuuuund die Serie wird fortgesetzt!)
Übrigens, dass ich da keine Preise hinschreiben mag, hat einen Grund: Ich bin langsam ganz schön angenervt, Bücher nur als Ware zu betrachten, die Umsatz bringen muss. Ich LIEBE Bücher, sie haben WERT, der kann aber nicht durch Bestsellerlisten wirklich beschrieben werden. Nicht durch Geld in der Kasse - das hilft halt zum Überleben. So Rechnungen zahlen und so. Muss auch sein.
Das wissen wir ja aber alle.
Das ist trotzdem nicht das, was alleiniglich und ewiglich zählen sollte.
Letzter Tipp, für die, die sich mit den klassisch unheimlich-bedrohlichen-und-schrecklich Bösen Vampiren inklusive einer unglaublichen Geschichtsliebenden und fundiert recherchierten bibliophilen Stimmung und einer Reise durch Zeit und durch ganz Europa bis hin zum Bosporus gönnen möchten:
Elisabeth Kostova: Der Historiker
ISBN 978-3-8333-0394-8
Bitte vergesst eines nicht, ich kann hier keinem dieser Bücher wirklich gerecht werden.
Sie sind wirklich klasse und eine Lektüre wert!
Für mein vertippseltes, chaotisches und Rechtschreibverdrehendes Geschreibsel entschuldige ich mich schon mal, es ist manchmal wahrscheinlich schwer verständlich.
Eulenfluege - 9. Jun, 21:12
Also irgendwie auffallend, ich habe ewig hier nichts mehr reingeschrieben.
Irgendwie bin ich versucht zu sagen: "Ja, ich existiere noch und habe so langsam wieder etwas Freude dran gewonnen." Beziehungsweise finde darin zurück, zurück zum Leben neben dem täglichen Gehetze, denn ehrlich gesagt hat mir die Arbeit den Spass am Leben ausgetrieben.
Vielleicht ist es einfach so, dass mich diese spriessende Kraft der Pflanzen langsam zurückbringt, mit der Kraft der längsten Tage auch mein Energiereservoir wieder aufgefüllt wird.
Langsam, aber stetig.
Ich liebe diese Jahreszeit sehr... wie ich überhaupt diesen Wandel im Jahreskreis immer wieder neu erlebe und dadurch auch die Aspekte in mir gespiegelt fühle.
Eulenfluege - 9. Jun, 21:06
Momente der Schönheit, Momente des Bei-sich-ankommens…
sie sind so kostbar, manchmal entstehen sie leise aus einer scheinbar alltäglichen oder fast alltäglichen Handlung heraus…
So habe ich vorhin in der Badewanne gelegen und mich in der Wärme geaalt, in dem wunderbar duftenden, leicht öligen Wasser nach und nach völlig entspannt. Die Muskeln wurden locker, meine Gedanken kreisten, reisten, kamen zur Ruhe um sich in der Mitte in mir zu sammeln, wenn man so will.
Ein Strecken und Recken wie eine Katze, ein kleiner Ruck und dann Wärme, wenn es sich lockert, dieser verzwickte Muskel da beim Schulterblatt. Da ich Rückenschmerzen gehabt habe, fing ich an meinen Rücken zu massieren und ich merkte, wie sich noch mehr Knoten lösten, manche Verspannung aber blieb. Besonders eine sass fest an der Basis und stört da schon seit Wochen. Ich liess also die Hände kreisend über den Rücken wandern, massierte dann die Knöchel, um mir dann mal das ganze Programm zu gönnen, die ganzen Füsse. Sonst macht man ja meistens irgendwelche Problembeseitigung, aber es war so schön alles im Fluss. Mal so ganz rund und weil es eben so gut lief, sich so passend anfühlte fing ich an, den ganzen Körper zu massieren, sanft, nicht forcierend, mal nichts wollend streichende Bewegungen die jeden Fleck und ist es die Unterseite des Knies, der immer arbeitende Oberschenkel, die Hüften die sich verspannt hatten… oh, Hoppla, plötzlich tut sich da was, in all diesem beiläufig-laufenden gab auch der Widerständige nach. WOW! Es strömt richtig Wärme da raus, ich beginne anders zu atmen. Weiter im Text und ich gönne es meinem Körper mal eine kleine Ganzkörpermassage zu bekommen. Völlig wurscht, ob das jetzt sonst niemand machen würde, schliesslich mag ich mich und mag mir auch was gönnen! Sich selbst lieb und zu sich gut sein heisst die Devise! Bauch und noch mal Rücken freuen sich sehr, genauso wie der Oberkörper und die Arme. Himmlisch fühlt sich das an. Ganz entspannt und Energie geladen und doch eben traumhaft schläfrig…
Manchmal sollte man sich und das Pflegeprogramm nicht unterschätzen, um vielleicht das in der Badewanne das Mit-dem-Körper-zu-meditieren wiederzuentdecken - oder anders gesagt einfach mal ganz da zu sein - das kann Körper, Geist und Seele so richtig zusammenbringen!
Eulenfluege - 23. Okt, 00:53
Die Büchereule ist umgezogen! Jahaaa!
Sogar (fast) alle von Büchereules Büchern sind mitumgezogen!
Uff…. Wer hätte das noch gedacht, das war echt eine Plackerei.
Eulenfluege - 23. Okt, 00:52
Der Hauptbahnhof Bern wurde umgebaut und dabei wurden auch die mittelalterlichen Mauerreste wieder restauriert, hinter Glas gesetzt und mit einem farbigen Lichtwechselspiel bestrahlt. Es hat etwas sanftes, tänzerisches, fliessend und langsam.
Alt und Neu kommen so zusammen, die Lichtinstallataion beleuchtet, was lange unter der Erde lag und kein Tageslicht sah... jetzt sieht es alle Farben des Spektrums und die haben etwas futuristisches.
Eulenfluege - 23. Okt, 00:47
Da stehe ich heute in der Buchhandlung (oh ja, bin Buchhändlerin, aber Vorsicht, nicht ohne Grund wacht Hermes über uns, der Gott der Dieben und eben Buchhändler, hihi) und bediene eine Kundin. Wir reden etwas und dann stellt sie einen kleinen Sack auf den Tisch, ein richtig schöner, farbenfroher kleiner Stoffsack.
Die grauhaarige Dame sagt mit vergnügten Grinsen zu mir, dass ich zwei Grosse und dann ein Kleines herausziehen soll.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich selber nicht was.
Also tat ich es, ohne zu wissen, was es ist.
Dieses Gefühl des Tastens, des Spürens und Ratens, was es wohl sein mag, war wirklich toll. Es schien ziemlich gross zu sein, hatte glatte Kurven und ich tat wie geheissen. Ganz erstaunt von dem Zauber des Augenblicks legte ich zwei Herzen - in farbiger Alufolie verpackte Schokoladenherzen - auf den Tisch. Darauf waren Kleber mit (Alltags-)Sprüchen, sie sagte zu mir, das erste sei im Moment das wichtigste und dass andere das zweitwichtigste, aber eben auch wichtig. Da dieser Moment so persönlich und die Botschaft so treffend waren, behalte ich diese jetzt für mich.
Die Weise Alte sagte dann zu mir, dass ich sie wieder den Beutel legen, denn diese seien für alle, ich dürfe aber jetzt eines für mich rausziehen, dabei solle ich wühlen. Das tat ich und entnahm ein kleines lilafarbenes Herz. Lächelnd meinte sie, dass diese Farbe für sie für das Spielen stehe und sie spiele gerne - diesen Impuls nehme ich für mich ganz sicher mit und ich genoss es am Nachmittag und ass es bewusst und mit grossem Dank.
Jedenfalls habe ich mich bei ihr bedankt, denn sie hat mir wirklich eine Riesenfreude gemacht!
Danke nochmals für dieses Geschenk auf diesem Weg!
Falls ihr euch fragt, ob ich fabuliere: Nein, es ist genauso passiert!
Das ist ja das wundervolle und ich glaube, es leuchtet noch über diesen Tag hinaus!
Eulenfluege - 17. Sep, 23:11
Es gibt immer wieder so kleine wunderbare, stimmige, vollendete Momente. Die ganz für sich stehen und in dem Moment die ganze Welt widerspiegeln.
Sie sind Momente des Aufatmens, im Alltag versteckt. wenn man die Umgebung bewusst wahrnimmt und sich wieder mit der Natur, mit der Umgebung verbindet.
Sei es eine Elsterfeder mit ihrem Farbenspiel, die in einem Spinnennetz hängt, von der Sonne beschienen.
Der frische Morgen, wenn ganz klares Licht auf den Büschen des Bachlaufs nachzeichnet und alles so jung und heil erscheint - und man solches Glück empfindet, während man das sich zwischen Gras dahinschlängelnde Wasser betrachtet.
DIe Intensität des goldenen Lichtes, Altgold würde man es als Farbe wohl am ehesten nennen, aber nichts kommt diesem satten, fast greifbaren Licht, wenn der Himmel dunkelgrau verhangen ist und die Sonne durchbricht gleich. Das Grün der Blätter wird satt, alles ist so intensiv, dass das Sehen zum Rausch wird.
Im Wind der Duft von Blüten... die Abende, die verzaubert von der Sinnlichkeit von Blumen und Sträuchern.
Selbst jetzt, die Kälte, die die eigene Haut streichelt, die Luft, die ihn die Lungen strömt.
...soviele Momente... noch vielmehr... in ihnen allen wohnt Zauber inne...
Eulenfluege - 16. Sep, 21:51
Da hing ja so ein unvollkommener Titel rum, hier also der andere Aspekt:
(Bevor es aber losgeht muss ich schon fast frustriert sagen, dass mich mittlerweile die Werbung schon wieder eingeholt hat. Dafür ist es eine gute Sache.)
Also, ich habe die Ferien in wunderbarer männlicher Gesellschaft verbracht, mit einem charmanten, eitlen Mann, klein, mit übermässig gepflegten Schnurrbart, auf den britischen Inseln wohnend und mit einem eleganten französischen Akzent... einen wunderbaren Charakter hat er desweiteren auch noch. Dabei habe ich ihn auf seinen Abenteuern begleitet, reiste mit ihm an die elegante französische Riviera vergangener Jahrzehnte, genoss das scheinbar zurückgezogene Leben, in dem die kleinen grauen Zellen doch immer wieder zum Zug kommen, weil er Verbrechen anzuziehen scheint wie ein Magnet...
Wen ich meine?
Wahrscheinlich den meisten schon klargeworden: Der vortreffliche Hercule Poirot! Meisterdetektiv, Mann von Welt. Erschaffen von der genialen Agatha Christie.
Ich reiste mit ihm im blauen Zug nach Nizza, stieg in Luxushotels ab, genoss reichhaltiges Essen und vor allem versank ich in einer anderen Welt, voller Düfte und Pracht.
"Der blaue Express"
"Die Morde des Herrn ABC"
Dort erliest man England mit seinen Orten und Ecken, oder man besucht Ägypten im Roman
"Der Tod auf dem Nil"
Oder liest über geheimnisvolles Gift, das schon zu einem geraunten Klassiker geworden ist, geraucht ist es ungesund, aber konzentriert eingenommen Gift
"Nikotin"
Ich habe mich regelrecht auf die Krimisammlung meiner Mutter gestürzt, die eisern verteidigt wird. Da stehen diese ganzen wunderbaren schon leicht vergilbten Taschenbücher, Stück um Stück zusammengetragen, gelesen, geliebt, wieder gelesen - und es ist ein ganz besonderer Genuss diese zu lesen, manchmal draussen im Sonnenschein, um halb drei Uhr nachts, weil man nicht aufhören konnte. Im Zug zu Freunden fahrend, während man von einem Mord in einem Schlafabteil liest...
Es macht Lust auf mehr und öffnet einem die Welt. Wunderbare Bücher, nicht nur um den kleinen belgischen Meisterdetektiv, sondern auch um kluge alte Damen, die so gar nicht sind, was sie scheinen (Miss Marple), oder man begleitet in
"Sie kamen nach Bagdad"
eine etwas naive junge Sekretärin auf ihrem Abenteuer nach eben jenem Bagdad, das noch voll des Zauber des Orients, Eselskarren, Märkte ist, voller Düfte und Farben, der Hitze und Palmen, mit einer gewissen Verklärung der Kolonialherrschaft (leider), mit den verständigen Beschreibungen archäologischer Ausgrabungen, von denen Agatha Christie, da sie ihrem zweiten Mann bei forschen half.
Ach, es gibt noch so viele Bücher von ihr zu entdecken, wiederzuentdecken - ja, noch viele wunderbare Reisen, wie es aussieht, auch ausserhalb der Ferien!
Was ich eingangs meinte, war, dass jetzt scheinbar eine Reihe von Sammelheften mit Beschreibungen zu ihrem Leben samt einer fortlaufenden Reihe ihrer Bücher.
Das ist wunderbar - zwar nicht die Krimisammlung meiner Mutter, so wunderbar in rot mit den weiss-schwarzen Streifen, für mich der Inbegriff von Krimis - dennoch sind diese Bücher einfach wert gelesen zu werden!
Eulenfluege - 25. Aug, 01:07
tjaja, wahrscheinlich kennt es jeder, dieses Gefühl von "...und hätte man doch besser nicht?!?..." Mir geht es nämlich grad so, denn ich möchte grad eine E-Mail zurückholen, denn ich habe dummerweise einige Dinge, die mich genervt haben undiplomatisch geschrieben. In einem sehr trockenen Ton, dabei wäre ein freundschaftliches Teetrinken und quatschen wesentlich besser und vor allem auch passender gewesen. Dazu hätte es mehr gebracht.
Natürlich sagt man, es ist wichtig zu dem zu stehen, was man denkt, fühlt, wie man Dinge erlebt. Nur über ausformuliertes kann man diskutieren.
Nur gibt es da wahrscheinlich eine richtige Art und eine falsche.
Ich befürchte da eine ziemlich falsche gewählt zu haben.
Andererseits gibt es ja dieses Grundthema bei mir, das der Abgrenzung... daher die vielen Fragezeichen.
Die Lösung des ganzen, anzunehmen, dass man nicht alles weiss und momentan versteht und es dann unter Freundinnen bereden. Ich spendiere auch den Tee oder Kaffee, wenn es länger dauert. *schmunzel*
...und werde mich bemühen, mein Temperament etwas zu zügeln und das ganze auf eine sachliche Ebene zu holen.
Oh ja, wenn es an Grundprobleme geht, reagiere ich manchmal ganz schön empfindlich.
Übrigens, verzeiht wenn ihr wahrscheinlich nicht versteht, um welche Detailfragen es geht... ich bin da etwas verschlossen.
Eulenfluege - 25. Aug, 00:58