Meine Umgebung habe ich ja damit genervt, wie sehr ich mich verliebt hatte, genoss einige gestohlene Stunden mit ihm, fand es nicht so passend.
Dennoch, es lässt sich nicht kontrollieren, dieses Gefühl.
Kitschig-romantisch wie ich bin, finde ich aber immer noch, dass Liebe ohne Bedingung sein sollte.
Weswegen ich mich sehr für ihn freue, dass er jetzt eine neue Liebe gefunden hat.
Eulenfluege - 12. Aug, 23:55
Ja, auch wenn ich erst in den Dreissigern bin, staune ich darüber, wieviele Erkenntnisse sich im Laufe der Zeit geändert haben, welche Veränderungen ich gesehen habe, wie sehr sich die Welt gewandelt hat.
Zugleich bin ich mir der ganzen Hoffnungen, die beispielsweise mit dem Fall der Mauer, die Hoffnung auf eine bessere, gerechte Welt verbunden waren.
Wie schrecklich war auch die Ernüchterung von mir Teenager, als sich abzeichnete, dass es eben kein Happy-End sein würde, sondern dass es nur unter anderen Vorzeichen mit vielen ähnlichen Fehlern und Allzumenschlichem weitergehen würde.
Und trotzdem, immer noch, jeden Tag, lohnt es sich, wieder einmal zu kämpfen, zumindest für die eigenen Rechte und die Rechte anderer Menschen einzustehen.
Denn wohin kämen wir, dass wir unsere Teil-Freiheit aufgeben - aus Faulheit oder Bequemlichkeit? - während andere ihr Leben im Kampf für Freiheit (bzw. alleine für die Hoffnung auf Freiheit) lassen.
Nur eben, jetzt im Angesicht der "arabischen" Revolutionen zeigt sich wieder, dass nicht heute auf morgen ein Paradies auf Erden anbricht, Gerechtigkeit und Nahrung für alle wachsen.
Einfach, weil das Leben nicht schwarz-weiss ist.
Aber versprochen, ich hör jetzt auf, ich predige ja schon wieder.
Eulenfluege - 12. Aug, 23:47
Immer wieder glauben wir, dass wir jetzt endlich und endgültig die Welt, den Kosmos erklären können. Die Zusammenhänge mit den neusten Erkenntnissen, den neusten religiösen Schriften, den neusten politischen Theorien verstehen, ja, höchstens nur noch ein Detail fehlt...
Plötzlich, einige Jahre später das grosse Erstaunen, wenn plötzlich etwas Neues scheinbar Gewusstes in neues Licht rückt.
Dinge eben plötzlich ganz anders aussehen kann, erweiterte oder andere Zusammenhänge hergestellt werden.
Auch das ist wohl etwas, das sich nie ändert, mit neuen Techniken, neuem Wissen, entstehen neue Fragen - das ist auch gut so, denn wohin kämen wir, wenn wir nicht mehr Staunen würden?
Allerdings bedeutet dies nicht, dass deswegen Ethik beiseite gelassen werden kann, denn dies ist immer auch wichtig, dass eben die Theorien mit der realen Welt verbunden sind und sie ja für immer verändern können. Denn viele kleine Bereiche bilden ein grosses Ganzes, ein Gleichgewicht, das respektiert werden sollte.
Nicht um neue Antworten und Formulierungen zu verhindern, sondern es zu ermöglichen.
Eulenfluege - 12. Aug, 23:36