Alltag

Donnerstag, 9. Juli 2009

Gute Sendung, schwieriges Thema

Im Moment läuft auf Arte eine sehr gute Dokumentation zum Thema der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs an zwei Jungen.

Dieses mulmige Gefühl in meinem Magen lässt nach, dieser schlechte Geschmack im Mund wird weniger.

Zugegeben, er hatte ein schweres Leben, erlittener Schmerz ist aber keine Ausrede anderen Schmerzen anzutun.
Vielleicht gibt es eben wirklich etwas zwischen "Black and White", jenseits der Vereinfachung.
Er war ein Mensch, ein Mensch mit Fehlern.
Sicherlich Opfer, wahrscheinlich auch Täter. (Das glaube ich.)
Sein Tod mag traurig sein, aber es macht ihn nicht zu einem plötzlich wundersam guten Menschen.

Böse Gedanken folgen jetzt

Es geschieht gerade eine multimediale, postmortale Vermarktung - damit die Marke mehr einspielt? Ja, ich werde zynisch.
Jetzt ist zu hoffen, dass man seine Kinder nicht einspannt, diese "Marke" aufzupolieren.
Sondern mögen die Kinder, alle Kinder, echte Liebe ohne sexuelle Ansprüche, ohne Ausnützung, ohne Vermarktung erleben.

Mittwoch, 17. Juni 2009

muss das sein...?

mich hat's erwischt.
Nö, nicht Schweinegrippe oder so was in der Art.
Schlimmer.
Zumindest fühlt es sich so an.
Man stelle sich vor,
TROMMELWIRBEL
ich bin verliebt *grummel*
*kopfundschulternhängenlass*
Wie immer ist es kompliziert, wie meistens will er nix und dummerweise bekomme ich den doch tatsächlich einfach nicht aus dem Kopf *gegenmeinerübeschlag*
Da frag ich mich wirklich, muss denn das jetzt unbedingt sein?
Vor allem weil er ja sowohl unerreichbar wie nicht interessiert zu sein scheint.
Dennoch vertrete ich immer noch die These, dass es ganz gut ist, das nicht steuern zu können, Gefühle sind wichtig, geben uns Kraft, bringen uns weiter.
Mensch, dann werd ich ja wirklich sehr weit kommen, wie es aussieht...
Liebe an sich genügt, sie fordert nicht... vielleicht hätte ich das etwas weniger laut ins Universum rufen sollen oder so.
Von meinen eigenen Ansichten geschlagen.
Trotzdem bleibt ich bei einer Menge Thesen:

Die echte Liebe fordert nicht. (auch Verliebtsein - zu mehr gehören zwei, die was wollen)

Ich suche mir komplizierte Situationen aus.

Ich bin kompliziert.

Ich finde Diskussionen sexy. (aber keine darüber, dass der andere auch zu wollen hat; egal in welche Richtung das gesagt werden würde)

Entweder - oft wenn ich lieb zu mir bin - sind die Männer, die ich mir aussuche, besetzt, nicht interessiert oder haben einen Knall.


Aus dem ganzen Stuss hier lässt sich etwas folgern, ICH sollte mich mal etwas mehr um mich kümmern.
Oder anders gesagt, von welchem Selbstbewusstsein soll ich denn so wenig haben, ich hab gar keins.
Haha.
(Bin dabei gaaaanz viel anzuschaffen.)

Dienstag, 16. Juni 2009

Wie das Leben so spielt

Wunderbare Gespräche, gemeinsame Interessen, schöner Abend... tja, aber dem Beuteschema entspricht frau doch nicht.

Ehrlichkeit tut gut, aber manchmal verflucht weh.

Dafür wohl weniger lang?
?
?

...

:(

Donnerstag, 23. Oktober 2008

geschafft!

Die Büchereule ist umgezogen! Jahaaa!
Sogar (fast) alle von Büchereules Büchern sind mitumgezogen!
Uff…. Wer hätte das noch gedacht, das war echt eine Plackerei.

Am Rand

Der Hauptbahnhof Bern wurde umgebaut und dabei wurden auch die mittelalterlichen Mauerreste wieder restauriert, hinter Glas gesetzt und mit einem farbigen Lichtwechselspiel bestrahlt. Es hat etwas sanftes, tänzerisches, fliessend und langsam.
Alt und Neu kommen so zusammen, die Lichtinstallataion beleuchtet, was lange unter der Erde lag und kein Tageslicht sah... jetzt sieht es alle Farben des Spektrums und die haben etwas futuristisches.

Mittwoch, 17. September 2008

Highlight des Tages

Da stehe ich heute in der Buchhandlung (oh ja, bin Buchhändlerin, aber Vorsicht, nicht ohne Grund wacht Hermes über uns, der Gott der Dieben und eben Buchhändler, hihi) und bediene eine Kundin. Wir reden etwas und dann stellt sie einen kleinen Sack auf den Tisch, ein richtig schöner, farbenfroher kleiner Stoffsack.
Die grauhaarige Dame sagt mit vergnügten Grinsen zu mir, dass ich zwei Grosse und dann ein Kleines herausziehen soll.
Zu dem Zeitpunkt wusste ich selber nicht was.
Also tat ich es, ohne zu wissen, was es ist.
Dieses Gefühl des Tastens, des Spürens und Ratens, was es wohl sein mag, war wirklich toll. Es schien ziemlich gross zu sein, hatte glatte Kurven und ich tat wie geheissen. Ganz erstaunt von dem Zauber des Augenblicks legte ich zwei Herzen - in farbiger Alufolie verpackte Schokoladenherzen - auf den Tisch. Darauf waren Kleber mit (Alltags-)Sprüchen, sie sagte zu mir, das erste sei im Moment das wichtigste und dass andere das zweitwichtigste, aber eben auch wichtig. Da dieser Moment so persönlich und die Botschaft so treffend waren, behalte ich diese jetzt für mich.
Die Weise Alte sagte dann zu mir, dass ich sie wieder den Beutel legen, denn diese seien für alle, ich dürfe aber jetzt eines für mich rausziehen, dabei solle ich wühlen. Das tat ich und entnahm ein kleines lilafarbenes Herz. Lächelnd meinte sie, dass diese Farbe für sie für das Spielen stehe und sie spiele gerne - diesen Impuls nehme ich für mich ganz sicher mit und ich genoss es am Nachmittag und ass es bewusst und mit grossem Dank.
Jedenfalls habe ich mich bei ihr bedankt, denn sie hat mir wirklich eine Riesenfreude gemacht!
Danke nochmals für dieses Geschenk auf diesem Weg!

Falls ihr euch fragt, ob ich fabuliere: Nein, es ist genauso passiert!
Das ist ja das wundervolle und ich glaube, es leuchtet noch über diesen Tag hinaus!

Montag, 25. August 2008

...und hätte man doch besser nicht?!?...

tjaja, wahrscheinlich kennt es jeder, dieses Gefühl von "...und hätte man doch besser nicht?!?..." Mir geht es nämlich grad so, denn ich möchte grad eine E-Mail zurückholen, denn ich habe dummerweise einige Dinge, die mich genervt haben undiplomatisch geschrieben. In einem sehr trockenen Ton, dabei wäre ein freundschaftliches Teetrinken und quatschen wesentlich besser und vor allem auch passender gewesen. Dazu hätte es mehr gebracht.
Natürlich sagt man, es ist wichtig zu dem zu stehen, was man denkt, fühlt, wie man Dinge erlebt. Nur über ausformuliertes kann man diskutieren.
Nur gibt es da wahrscheinlich eine richtige Art und eine falsche.
Ich befürchte da eine ziemlich falsche gewählt zu haben.
Andererseits gibt es ja dieses Grundthema bei mir, das der Abgrenzung... daher die vielen Fragezeichen.
Die Lösung des ganzen, anzunehmen, dass man nicht alles weiss und momentan versteht und es dann unter Freundinnen bereden. Ich spendiere auch den Tee oder Kaffee, wenn es länger dauert. *schmunzel*
...und werde mich bemühen, mein Temperament etwas zu zügeln und das ganze auf eine sachliche Ebene zu holen.
Oh ja, wenn es an Grundprobleme geht, reagiere ich manchmal ganz schön empfindlich.

Übrigens, verzeiht wenn ihr wahrscheinlich nicht versteht, um welche Detailfragen es geht... ich bin da etwas verschlossen.

Mittwoch, 20. August 2008

Stossseufzer

Wieso ist es nur so schwierig, mit Leuten zu diskutieren? Eigentlich liebe ich es ja mit Freunden zu reden und Themen anzugehen. Nur war es gestern Abend wieder so weit, dass es wieder in intensive, gefühlsaufwirbelnde Bahnen ging und alles in Frage gestellt wurde.
Es ist anstrengend, oh ja, Gespräche sollen und dürfen auch intensiv sein, aber manchmal wird es zuviel, diesen Punkt gibt es einfach. Der liegt irgendwo da, wenn es das ganze Leben in Frage gestellt wird. Auffordern etwas zu ändern ist ja wichtig, die Dinge zu hinterfragen auch. Immer in die Tiefe gehen... zum eine Seelen-Tiefsee-Tauchfahrt zum Kern der Dinge, was meinem Leben zugrunde liegt - und es ist einfach zuviel. Und bitte nicht jedes Mal. Es kommt mir manchmal wirklich wie Instant-Healing in einem Abend vor und wir machen einen neuen Menschen in drei Stunden.
Das wird dann wirklich zu arg!
Irgendwie brauche ich auch Verschnaufpausen.
Obwohl die Themen definitiv mit mir zu tun haben.
Allerdings habe ich auch den Punkt verpasst, da aus der Diskussion auszusteigen, ein Grundproblem es abzugrenzen.
Im Nachhinein betrachtet wundert es mich nicht, dass ich vor dem Treffen plötzlich Kopfschmerzen bekommen habe.

Samstag, 28. Juni 2008

Juhuuu!

Irgendwie scheint es jetzt wirklich besser zu laufen und hoffentlich jetzt zu klappen.
Dann zumindest habe ich - was ich tatsächlich gut finde - eine Ausrede weniger!
Also schreiben wir mal los!

schreiben ...

... und nichts schreiben - das mache ich hier ja, nichts, zumindest bis auf wenige Ausnahmen, weil ich es nicht auf die Reihe bekomme, dass die Beiträge sinnvoll angezeigt werden. Man sieht ja das neue nicht sofort, keine Ahnung wieso.
Ausserdem schlägt hier oft diese Angst vor dem leeren Platz bzw. Bildschirm zu, es erscheint so gewaltig etwas sinnvolles hinzuschreiben, damit es die Gedanken wiedergeben kann, zumindest halbwegs sinnvoll nachahmen.
Nicht wirklich einfach.
Ausserdem scheine ich manchmal diese Arbeit zu scheuen.
Komisch, dass etwas, das ich so gerne mache, so sehr stresst.
Ist wohl eine Konstante in meinem Leben

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