Montag, 7. Februar 2011

erneuert

Letzte Woche bekam ich ein paar nötige Arschtritte, manche brutal, manche sehr freundlich.
Nachdenklich, aber vor allem entschlossen, etwas zu ändern machen sie mich alle und die ersten Schritte sind getan. Ich bin aufgestanden, habe Grenzen abgesteckt, Entscheidungen getroffen, manches gesichtet, aufgeräumt und Überfälliges erledigt.

Sozusagen folgte dann die Belohnung für mich.
Es war ein wunderschönes Wochenende für mich.
Überraschend durfte ich jemanden besuchen und genoss es einfach zu reden, zu quatschen, zu sein.
So konnte ich in der seltsamerweise zugelassenen Nähe, die sehr überraschend kam, auftanken.
Bei der Rückfahrt habe ich heute auch wieder im Zug gesessen, unglaublich staunend die vorbeiziehende Landschaft bewundert, die durch Dämmerung und ein atemberaubendes Abendrot verzaubert war - das tat ich abwechslungsweise mit dem Lesen und ich entspannte mich ganz tief. Einfach ganz still und ganz bei mir sein und diesen Schwung in die neue Woche mitnehmen.
Irgendwie habe ich gemerkt, wie sehr der Frühling sich langsam breitmacht, Vögel zwitschern schon, noch sind die Farben vom Winter geprägt und doch hat man das Gefühl, die Kraft kehrt wieder, nach einem langen kalten Winter, den man irgendwie - OK, ich - mit Innenschau und Konfrontation mit dem eigenen Schatten verbracht hat.

Ja, da stand jungfräulich die Sichel der Mondin am Himmel, ein weiteres Mal gewandelt und es wurde mir bewusst, wie sehr wieder Neuanfang ist.
Imbolc in seiner Pracht liegt hinter uns, wirkt weiter.
Zugleich hat sich ein Zauber, mit dem ich mich selbst wohl gebunden hatte und von dem ich nicht wusste, wann ich ihn lösen sollte, von selbst gelöst, sich und mich von der Kette gelassen. Ganz einfach, in dem diese ganz konkret aufging, die Kette, die ich seit den Rauhnächten am Hals trug.
Spannend, sehr, sehr spannend.
Es fühlt sich richtig an.

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