Montag, 25. August 2008

Ferien machen II

Da hing ja so ein unvollkommener Titel rum, hier also der andere Aspekt:
(Bevor es aber losgeht muss ich schon fast frustriert sagen, dass mich mittlerweile die Werbung schon wieder eingeholt hat. Dafür ist es eine gute Sache.)
Also, ich habe die Ferien in wunderbarer männlicher Gesellschaft verbracht, mit einem charmanten, eitlen Mann, klein, mit übermässig gepflegten Schnurrbart, auf den britischen Inseln wohnend und mit einem eleganten französischen Akzent... einen wunderbaren Charakter hat er desweiteren auch noch. Dabei habe ich ihn auf seinen Abenteuern begleitet, reiste mit ihm an die elegante französische Riviera vergangener Jahrzehnte, genoss das scheinbar zurückgezogene Leben, in dem die kleinen grauen Zellen doch immer wieder zum Zug kommen, weil er Verbrechen anzuziehen scheint wie ein Magnet...
Wen ich meine?
Wahrscheinlich den meisten schon klargeworden: Der vortreffliche Hercule Poirot! Meisterdetektiv, Mann von Welt. Erschaffen von der genialen Agatha Christie.
Ich reiste mit ihm im blauen Zug nach Nizza, stieg in Luxushotels ab, genoss reichhaltiges Essen und vor allem versank ich in einer anderen Welt, voller Düfte und Pracht.
"Der blaue Express"
"Die Morde des Herrn ABC"
Dort erliest man England mit seinen Orten und Ecken, oder man besucht Ägypten im Roman
"Der Tod auf dem Nil"
Oder liest über geheimnisvolles Gift, das schon zu einem geraunten Klassiker geworden ist, geraucht ist es ungesund, aber konzentriert eingenommen Gift
"Nikotin"
Ich habe mich regelrecht auf die Krimisammlung meiner Mutter gestürzt, die eisern verteidigt wird. Da stehen diese ganzen wunderbaren schon leicht vergilbten Taschenbücher, Stück um Stück zusammengetragen, gelesen, geliebt, wieder gelesen - und es ist ein ganz besonderer Genuss diese zu lesen, manchmal draussen im Sonnenschein, um halb drei Uhr nachts, weil man nicht aufhören konnte. Im Zug zu Freunden fahrend, während man von einem Mord in einem Schlafabteil liest...
Es macht Lust auf mehr und öffnet einem die Welt. Wunderbare Bücher, nicht nur um den kleinen belgischen Meisterdetektiv, sondern auch um kluge alte Damen, die so gar nicht sind, was sie scheinen (Miss Marple), oder man begleitet in
"Sie kamen nach Bagdad"
eine etwas naive junge Sekretärin auf ihrem Abenteuer nach eben jenem Bagdad, das noch voll des Zauber des Orients, Eselskarren, Märkte ist, voller Düfte und Farben, der Hitze und Palmen, mit einer gewissen Verklärung der Kolonialherrschaft (leider), mit den verständigen Beschreibungen archäologischer Ausgrabungen, von denen Agatha Christie, da sie ihrem zweiten Mann bei forschen half.
Ach, es gibt noch so viele Bücher von ihr zu entdecken, wiederzuentdecken - ja, noch viele wunderbare Reisen, wie es aussieht, auch ausserhalb der Ferien!

Was ich eingangs meinte, war, dass jetzt scheinbar eine Reihe von Sammelheften mit Beschreibungen zu ihrem Leben samt einer fortlaufenden Reihe ihrer Bücher.
Das ist wunderbar - zwar nicht die Krimisammlung meiner Mutter, so wunderbar in rot mit den weiss-schwarzen Streifen, für mich der Inbegriff von Krimis - dennoch sind diese Bücher einfach wert gelesen zu werden!

...und hätte man doch besser nicht?!?...

tjaja, wahrscheinlich kennt es jeder, dieses Gefühl von "...und hätte man doch besser nicht?!?..." Mir geht es nämlich grad so, denn ich möchte grad eine E-Mail zurückholen, denn ich habe dummerweise einige Dinge, die mich genervt haben undiplomatisch geschrieben. In einem sehr trockenen Ton, dabei wäre ein freundschaftliches Teetrinken und quatschen wesentlich besser und vor allem auch passender gewesen. Dazu hätte es mehr gebracht.
Natürlich sagt man, es ist wichtig zu dem zu stehen, was man denkt, fühlt, wie man Dinge erlebt. Nur über ausformuliertes kann man diskutieren.
Nur gibt es da wahrscheinlich eine richtige Art und eine falsche.
Ich befürchte da eine ziemlich falsche gewählt zu haben.
Andererseits gibt es ja dieses Grundthema bei mir, das der Abgrenzung... daher die vielen Fragezeichen.
Die Lösung des ganzen, anzunehmen, dass man nicht alles weiss und momentan versteht und es dann unter Freundinnen bereden. Ich spendiere auch den Tee oder Kaffee, wenn es länger dauert. *schmunzel*
...und werde mich bemühen, mein Temperament etwas zu zügeln und das ganze auf eine sachliche Ebene zu holen.
Oh ja, wenn es an Grundprobleme geht, reagiere ich manchmal ganz schön empfindlich.

Übrigens, verzeiht wenn ihr wahrscheinlich nicht versteht, um welche Detailfragen es geht... ich bin da etwas verschlossen.

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